Elektrische Energietransport- und Verteilnetze befinden sich aufgrund veränderter politischer Rahmenbedingungen und Energiemarktaktivitäten in einem Wandel. Steigende durchschnittliche Abstände zwischen Erzeugung und Last, sowie zunehmende dezentrale und fluktuierende Einspeisung aus regenerativen Erzeugern führt zu einer immer stärker und volatiler werdenden Belastung der Energieversorgungsnetze. In der Abteilung „Transport- und Verteilnetze (Smart Grids)“ werden Lösungen entwickelt, um auf diese sich ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren und weiterhin einen sicheren Betrieb elektrischer Energieversorgungsnetze gewährleisten zu können. Durch den Einsatz innovativer Betriebsmittel und Verfahren in unseren Lösungen werden die Energieversorgungsnetze entsprechend dem Smart Grid Gedanken intelligenter und effizienter betrieben.
10.10.2011 – Grid4EU project is an innovative SmartGrid project proposed by a group of Distribution System Operators (from Czech Republic, France, Germany, Italy, Spain and Sweden). Grid4EU aims at testing in real size some innovative system concepts and technologies in order to highlight the smart grids. It focuses on how distribution system operators can dynamically manage electricity supply and demand, which is crucial for integration of large amounts of renewable energy, and empowers consumers to become active participants in their energy choices. A part of the project has to demonstrate that European MV networks can use the concept of autonomous, self-organizing nodes to serve the need of both the DSOs and the served clients.
10.10.2011 – Die TU Dortmund untersucht im Rahmen der dena Verteilnetzstudie den erforderlichen Anpassungsbedarf der Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze zur nachhaltigen Systemintegration regenerativer Erzeuger in Deutschland. Es ist das Ziel konkrete Handlungsempfehlungen für energiewirtschaftliche Entscheidungsträger vorzulegen. Dabei werden neben innovativen Betriebsmitteln und Betriebskonzepten auch erzeuger- und verbraucherseitige Flexibilisierungsmaßnahmen berücksichtigt.
10.10.2011 – Die Einspeisung aus dezentralen Energieumwandlungsanlagen macht Veränderungen im Bereich der Verteilnetze erforderlich. Als Alternative zum konventionellen Netzausbau wurden in dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekt "Zukunftsnetze" zusammen mit den Projektpartnern RWE Deutschland, ABB und Consentec innovative Lösungen zur Systemintegration von regenerativen Erzeugern untersucht. Diese Lösungsansätze berücksichtigen u.a. lokal einsetzbare Spannungsregler, die Blindleistungsregelung von dezentralen Erzeugern und Ansätze zur Weitbereichsregelung.
10.10.2011 – Dezentrale Energieumwandlungsanlagen (DEA) können durch den Zusammenschluss in Virtuellen Kraftwerken (VK) zu größeren Einheiten gebündelt und koordiniert betrieben werden. Bei dem assetbezogenen VK werden DEA nach dem Prinzip des Peak-Shaving so geregelt, dass Lastspitzen, die eine hohe thermische Beanspruchung der Betriebsmittel darstellen, durch die lastnahe Einspeisung elektrischer Leistung in ihrer Amplitude minimiert werden. Dadurch kann der Netzausbau optimiert werden, indem Betriebsmittel geringer dimensioniert, reduziert oder Netzausbaumaßnahmen vermieden bzw. verzögert werden.
28.09.2011 – In Folge der Liberalisierung der Strommärkte und der zunehmenden Nutzung erneuerbarer Energien kommt es zu einer steigenden Auslastung der Übertragungsnetze. Um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Betriebs elektrischer Energieübertragungssysteme weiterhin aufrecht zu erhalten, sind neue schutz- und leittechnische Konzepte zur Systemführung erforderlich. Die Forschergruppe erforscht hierzu neue innovative schutz- und leittechnische Applikationen einer hochdynamischen echtzeitfähigen Betriebsführung, durch die insbesondere großräumige Systemzusammenbrüche vermieden werden.
28.09.2011 – Die Integration einer wachsenden Anzahl regenerativer Erzeuger in die elektrische Energieversorgung stellt derzeit eine der größten Herausforderungen dar, denen sich die europäischen Übertragungsnetzbetreiber bei der ökologischen Modernisierung des Kraftwerksparks gegenübergestellt sehen. Hiervon betroffen ist im besonderen das europäische Verbundnetz, dem zukünftig in gesteigertem Maße die Aufgabe zukommt, elektrische Energie aus entfernt gelegenen, regenerativen Quellen zu den Lastzentren Europas zu transportieren.
06.09.2011 – Beim Betrieb großer Verbundnetze ist eine ständige Überwachung des aktuellen Betriebszustandes notwendig, um eventuelle Störungsursachen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. In diesem Zusammenhang ist einer der Forschungsschwerpunkte des ICOEUR Projekts die Weiterentwicklung einer dynamischen Weitbereichsmessung, basierend auf zeitsynchronisierten Zeigermessungen. Hierbei erfolgt die Messung von Strom und Spannung an entfernten Orten zeitgleich durch ein GPS-Satellitensignal.
06.09.2011 – Das europäische Energieversorgungsnetz steht vor einem Wandel. Angetrieben durch die Notwendigkeit, die fossilen Brennstoffreserven verantwortungsbewusst einzusetzen und die Emission des Klimagases Kohlendioxid (CO2) zu minimieren, finden immer mehr Erzeugungsanlagen, die regenerative Energiequellen nutzen, Einzug in die Energieversorgung: Bis zum Jahre 2020 sollen 30% der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden [1]. Maßgeblichen Anteil wird die Stromgewinnung aus Windkraft haben, deren Standorte sich dargebotsbedingt vorwiegend auf See, im sogenannten Offshore-Bereich, wiederfinden werden. Derzeit sind Offshore-Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von 25 GW geplant. Des weiteren steigt durch die voranschreitende Entflechtung des Strommarktes und durch gezielte Anreizregulierung das Stromhandelsvolumen weiterhin an. Die lokale Stromeinspeisung richtet sich nicht mehr ausschließlich nach dem lokalen Strombedarf sondern zunehmend nach finanziellen Gesichtspunkten. Dies führt zunehmend zu einer örtlichen Verschiebung der Erzeugungs- und Verbrauchszentren.
06.09.2011 – Die Planung und der Betrieb elektrischer Netze unterlieg einer Vielzahl unterschiedlicher Rahmenbedingungen. Zum einen muss ein sicherer Betrieb der Netze auch bei Ausfall eines (n-1) bzw. mehrerer Betriebsmittel (n-2) gewährleistet sein. Zum anderen unterliegt der Netzbetreiber ökonomischen, ökologischen und politischen Rahmenbedingungen. Die Integration regenerativer, gering steuerbarer Einspeiser und der zunehmende Handel mit elektrischer Energie stellt zudem neue Aufgaben an zukünftige Netze. Die Netzplanung muss die schwierige Aufgabe erfüllen diesen Kriterien gerecht zu werden.