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Internationaler Workshop „Integration erneuerbarer Energien und Vernetzung der Energiesysteme in Lateinamerika“ in Santiago de Chile

Der internationale Workshop Zum Thema „Integration erneuerbarer Energien und Vernetzung der Energiesysteme in Lateinamerika“ fand vom 5. bis 7. Sept. 2018 in Santiago de Chile im Gebäude der Vereinten Nationen (ECLAC/CEPAL) statt. Ausrichter waren das chilenische Solarenergiezentrum SERC, der chilenische Netzbetreiber Coordinador Eléctrico Nacional, das chilenischen Energieministerium zusammen mit dem Entwicklungsausschuss für die Solarenergieindustrie (CORFO) mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Internationaler Workshop in Santiago de Chile

Partner aus Wissenschaft, Industrie und Politik der Länder Chile, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Paraguay, Peru und Ecuador haben zusammen mit einer deutschen Delegation unter Leitung von Prof. Dr. Christian Rehtanz über technisch-wirtschaftliche Möglichkeiten zur Integration erneuerbarer Energien in die Energiesysteme und -märkte Lateinamerikas diskutiert. Als Vertreter der deutschen Delegation haben Prof. Dr. Albert Moser (RWTH Aachen), Prof. Dr. Christoph Weber (Univ. Duisburg-Essen), Dr. Ludger Eltrop (Univ. Stuttgart) sowie Prof. Dr. Christian Rehtanz (TU Dortmund) im Rahmen des Workshops Impulsvorträge gehalten und so Diskussionen angeregt.

Die chilenische Regierung hat sich im Rahmen ihrer langfristigen Energiepolitik zum Ziel gesetzt, ein zuverlässiges, nachhaltiges, wettbewerbsfähiges und ökologisches Energiesystem zu schaffen. Im Jahr 2035, sollen in Chile mindestens 60 Prozent der nationalen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Darüber hinaus sollen die bisher unabhängig voneinander betriebenen Versorgungsnetze durch grenzüberschreitende Kuppelleitungen miteinander verbunden werden, sodass ein Markt für den Handel mit elektrischer Energie in Lateinamerika realisiert werden kann, wie die Energieministerin Susana Jiménez in Ihrer Rede zu Chiles Energy Route 2018-2022  erläuterte.

Ein Ziel des Workshops war es, die wichtigsten Akteure im Rahmen der Energieversorgung in der Region zusammenzubringen, um die Chancen und Herausforderungen einer Integration erneuerbarer Energien sowie einer Vernetzung der bisher getrennten Energieversorgungssysteme der südamerikanischen Länder gemeinsam zu diskutieren. Der Ausgleich unterschiedlicher volatiler und regelbarer erneuerbarer Energien an optimalen Erzeugungsstandorten über transkontinentale Energienetzinfrastrukturen stand dabei im Vordergrund. Insbesondere die großtechnische Entwicklung von solarbasierten Erzeugungsprojekten, wie Photovoltaikanlagen und solarthermischen Kraftwerke (engl. concentrated solar power system). Zudem wurde das Zusammenspiel dieser Technologien mit hydraulischen Wasserkraftwerken diskutiert, da die Region über ein weltweit einzigartiges Potenzial zur Erzeugung elektrischer Energie aus diesen Technologien verfügt. In Anbetracht der Tatsache, dass Lateinamerika die Region mit dem größten Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung auf der Welt sei und die natürlichen Vorkommen den für 2050 prognostizierten Strombedarf der gesamten Region um ein Vielfaches übertreffen, müsse man bei der Nutzung dieser Art von Energien gemeinsam proaktiv vorgehen, um die Herausforderung der Energieversorgung auf dem lateinamerikanischen Kontinent zu bewältigen, so Energieministerin Susana Jiménez.

An den drei Tagen des internationalen Workshops, an dem das chilenische Energieministerium, Netzbetreiber und herausragende Fachleute aus Argentinien, Brasilien, Paraguay, Kolumbien, Ecuador, Peru, Uruguay und Chile teilnahmen, wurden insbesondere die Erfahrungen deutscher Forscher (Prof. Dr. Albert Moser von der RWTH Aachen, Prof. Dr. Christian Rehtanz von der TU Dortmund, Prof. Dr. Christoph Weber von der Universität Duisburg-Essen und Dr. Ludger Eltrop von der Universität Stuttgart) mit der Energiewende sowie die Lessons Learned im europäischen Kontext kontrovers diskutiert.

Abb_1_Workshop_Diskussionsrunde_im_ECLAC-CEPAL

Workshop in den Räumen der Vereinten Nationen (ECLAC/CEPAL) in Santiago de Chile

Abb_2_Abschlussrunde_beim_chilenischen_Netzbetreiber_(ISO)

Abschlussdiskussion in den Räumen des chilenische Netzbetreibers/ISO Coordinador Eléctrico Nacional